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Im klassizistischen Stil neuerbaute Kirche in Schöndorf

Wirkungsvoller Blickpunkt auf der von einer erneuerten Stützmauer umfassten Terrassenzunge. Geosteter Saalbau mit halbrunder Apsis; anstelle der Vorgängerkirche 1838/39 nach Plänen des Architekten Johann Baptist Bingler errichtet. Der schon bei der Vorgängerkirche freistehende Glockenturm wurde klassizistisch überarbeitet. An seiner Stelle trat 1908 ein neuer Glockenturm in neuromanischen Formen nach Plänen von Ernst Brand, Trier.

Kubisch klarer Giebelbau zu sieben Achsen und ihm entsprechender rationaler Gliederung. Die Rundbogenfenster verknüpft ein Kämpfergesims, das zusammen mit dem Kranzgesims auch den als Teilkörper behandelten Chor anbindet. Die Giebelfassade mit zweiläufiger Podesttreppe ist durch die schichtende Differenzierung von kämpfergeteilten Rundbögen geprägt (vertiefte Bogenblenden mit einbeschriebenen architravierten Bögen sowie Zwillingsportal). Die Gliederung überträgt sich in den lichten weiten Innenraum. Hier schIichten Blendfelder der Fenster die Wände und die Abfolge wird von den großen Kassettenfeldern der Decke wiederholt. Der Hochaltar aus Marmor, um 1930 in barockisierenden Formen gearbeitet. Der Säulenaltar mit Gebälkabschluss umschließt eine Kreuzigungsgruppe; der Auszug mit der Figur des hl. Andreas.

Von den 1845 und 1847 angefertigten Seitenaltären sind die auf Säulen gestellten Figuren der Muttergottes und des hl. Sebastian erhalten. Ansonsten Figurenschmuck des 19. Jh. und 1923 datierte Kreuzwegstationen in Nazarenermanier. Von der alten Kirche erhalten ist die aufwendige barocke Taufe aus Marmor. Die Empore ist auf gusseisernen Säulen eingezogen. In der Flucht der Giebelfront der freistehende, fünfgeschossige Glockenturm mit Zeltdach. Auf den durch Putzfelder geschiedenen drei unteren Geschossen ein in Rundbogenfenster und Blendarkade geöffnetes Geschoss und das mit Drillingsarkaden charakterisierte Glockengeschoss. An der Turmecke Kriegerehrenmal aus den 1920er Jahren, qualitätvolle Sandsteinfigur des hl. Sebastian auf Säule.

Der neuromanische, an die Vorgängerkirche erinnernde Akzent des Turmes und der auffallend nüchtern klassizistische Kirchenbau fügen sich als Dokumente unterschiedlicher Architekturströmungen zu einer Einheit. Die Kirche hat für Schöndorf wahrzeichenhaften Charakter. Zur geschützten Umgebung gehört der alte Kirchhof mit Priestergrabsteinen in Portalnähe der Kirche sowie das am Bering einbezogene Pfarrhaus (Hauptstraße 53).


Öffnungszeiten: frei zugänglich

Im klassizistischen Stil neuerbaute Kirche in SchöndorfKarte des Ruwertals

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