Besichtigen

Kapelle mit Tabernakelaltar in Ollmuth

Auf erhöhter Hangstufe über dem Ort thronender Saalbau; vom Standort vorgegeben ist die Orientierung nach Süden. Dreiseitig schließender Putzbau zu drei Achsen; an der Giebelseite Abwalmung des schiefereingedeckten Daches für den verschieferten quadratischen Dachreiter mit achtseitiger Spitze. Die Giebelfront betont nur die mit Pilastern und Gebälk rechteckig ausgebildete Rahmung des korbbogigen Portals. Im Scheitelstein die Datierung ANNO DOMINI 1834 in römischen Ziffern.

Das originale kassettierte Türblatt mit klassizistischen Schmuckelementen erhalten. Zeitentsprechend sind die rundbogigen Fenstereinfassungen mit glatter Betonung des Kämpfers und des Scheitels. Den von einer Voutendecke überspannten Raum mit schlichtem barocken Gestühl beherrscht der prächtig geschnitzte Rokokoaltar ALTARE PRIVILEGIA TUM DIEBUS LUAE 1750. Reicher Säulenaufbau um eine Mittelnische und geschmückt mit Putten, Ornament- und szenischen Reliefs. Über dem Gebälk, von Volutenstegen eingefasst, ein Pelikan und als Abschluss eine Strahlengloriole mit IHS-Monogramm. Zugehörig ist das Antependium mit geschnitzten figürlichen und ornamentalen Darstellungen.

Das Werk unbekannter Provenienz ist einer der kunstvollsten Rokokoaltäre im Kreisgebiet.

Weiterer Figurenschmuck sind ein hl. Sebastian (17. Jh.) und barocke Figuren der Mutter Gottes und eines Propheten. Die Filialkirche ist gut erhaltenes Beispiel für das Weiterwirken eines im Trierer Land geläufigen barocken Bautypus im 19. Jh.


Öffnungszeiten: frei zugänglich

Kapelle mit Tabernakelaltar in OllmuthKarte des Ruwertals

Zur Vergrößerung bitte die Karte anklicken

zurück zur Übersicht