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Duisburgerhof

Am südlichen Ortsrand von Ruwer, unweit der Straße nach Eitelsbach, liegen neben einem parkähnlichen Wäldchen die mit Türmen flankierten Gebäude des Duisburgerhofes.

Dieser Hof gehörte ursprünglich den Herren von Schonenberg. Sie verkauften ihn im 17. Jahrhundert an den Trierer Erzbischof Philipp Christoph von Sötern. In der französischen Zeit wurde der Hof versteigert und im 19. Jahrhundert von seinem Besitzer durch Stiftung an das Bischöfliche Konvikt in Trier vermacht, das heute noch im Besitz dieses Hofes ist.

Zwei Gebäudeteile der heutigen Hofanlage stammen noch aus dem Mittelalter. Zunächst der viergeschossige Wohnturm auf der Südwestecke, dem ein Treppenturm vorgebaut ist. Er stammt aus dem 14. Jahrhundert und ist nach dem Hof zu mit einem breiten, bis auf eine Türöffnung vermauerten Rundbogenportal ausgestattet. Aus rotem Sandstein sind die Fenster zum Teil spitzbogig gerahmt. Über dem alten Eingang ist ein Wappenrahmen gesetzt. Er enthält eine Inschrift, die besagt, dass Hugo von Schonenberg, Domherr und Domsänger zu Trier, den Wohnturm im Jahre 1571 modernisieren ließ. Dabei wurde das zweite und vierte Geschoss mit neuen Fenstern ausgestattet. Der Treppenturm enthält eine steinerne Wendeltreppe, in dessen Spindel man Raum für einen Haltestrick ausgespart hat. 1588 erhielt der Treppenturm ein eigenes Portal in Renaissancformen mit dem Wappen derer von Schonenberg. Der ehemalige Wohnbau auf der Nordwestecke, der jetzt als Stall verwendet wird, war auch so angelegt, dass er notfalls verteidigt werden konnte.

Die übrigen Gebäude sind im 19. Jahrhundert umgebaut bzw. neu errichtet worden.so wurden 1840 ehemalige Stallungen zu einem Saalbau umgestaltet, der sich jetzt östlich an den Wohnturm anschließt. Noch heute dient der Duisburgerhof dem Bischöflichen Konvikt, das hier Weinbau und Landwirtschaft betreibt, als Ökonomiegebäude

Öffnungszeiten: auf Anfrage

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