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Das Fürstengrab von Thomm

Fährt man von Neuhaus auf der B 52 in Richtung Trier, sieht man hinter der Abzweigung Thomm auf der rechten Seite mitten in einem Acker einen Erdhügel. Dieser Hügel, mundartlich "Thommer Hübel" genannt, birgt ein frühzeitliches Fürstengrab. Sein Durchmesser beträgt noch heute ca. 25 m und seine Höhe 2,50 m. Ursprünglich wird er viel höher gewesen sein. Schon einer der letzten Kurfürsten soll hier Ausgrabungen durchgeführt und wertvolle Funde geborgen haben. 1939 wurde das Grab vom Trierer Landesmuseum systematisch ausgegraben. Dabei wurde festgestellt, dass die Grabkammer zerstört und ausgeraubt war. Trotzdem wurden einige interessante Funde gemacht, so u.a. die Reste einer etruskischen Schnabelkanne und Teile von zwei Bronzebecken. Diese Beigaben sind charakteristisch für frühkeltische Adelsgräber. Diesem Grabhügel, lateinisch: Tummulus, verdankt Thomm wohl seinen Namen.

Dass die Hochfläche, auf der heute die Dörfer Thomm und Osburg liegen, schon früh besiedelt war, beweisen die zahlreichen Grabhügelgruppen, die sich zwischen Osburg und der B 52 befanden, die allerdings heute weitgehend vernichtet und überackert sind. Von über 100 Grabhügeln wurden 44 vom Trierer Landesmuseum um die Jahrhundertwende ausgegraben. Die dabei gemachten Funde zeigten, dass in diesem Osburger Gräberfeld während der gesamten Dauer der sogenannten Hunsrück-Eifel-Kultur, d. h. vom 6. bis ins 3. Jahrhundert v. Chr., bestattet wurde.

Im Trierer Landesmuseum ist die hier gefundene, reich verzierte Gefäßkeramik zu sehen.


Öffnungszeiten: frei zugänglich

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